Gerd Jansen - countune

Beispiel einer countune-Struktur (Zahlen von 83 - 126)

countune ist eine ganz neue Bild- und Ausstellungsidee. Die Premiere findet im Institut im Februar 2009 statt. Es handelt sich dabei um die unseres Wissens weltweit erste „Verkaufsstelle für Zahlen“.

countune ist die Formel oder die unausweichliche Konsequenz aus Gerd Jansens langer, systematischer künstlerischen Einwicklung und seiner Erfahrungen als Institutsleiter. Büchertitel wie Ein Experiment zur Ganzheit, Das Weltall als Idee, Die Komplementarität von Feld und Gestalt und seine seit über 10 Jahren andauernde Beschäftigung mit den Natürlichen Zahlen machten den Wunsch, aus einer einheitlichen Vorstellung heraus zu arbeiten, mehr als deutlich.

countune verbildlicht eine Wirkmöglichkeit der Zahlen an sich und der Strukturbildung in der Aufeinanderfolge der Zahlen. Damit verbunden sei die Hypothese von den Zahlen als konstituierende Kriterien unseres Universums.

countune ist der neue Arbeitsansatz, zwar wiederum basierend auf der Reihe der natürlichen Zahlen, der aber für die Bildentstehung nur noch eine einzige Regel nutzt. Der daraus wachsende Zusammenhang aller entstehenden Bildwerke, bewirkt auch eine Gemeinschaft der Bildeigentümer: Jeder findet sich entlang der Zahlenlinie auf seinem eigenen „Zahlengrundstück“.

                                                                                   „Du bist einmalig, aber nicht allein.“ 

countune ist die Idee, die Grenze zum Betrachter derart aufzulösen, dass diesem ganz konkret Entscheidungsfreiheiten für sein Bild, für seinen Zahlenbereich eingeräumt werden. Dies soll zukünftig vor allem durch Interaktionen möglich sein, wie sie das Internet heutzutage bietet. Parallel dazu soll die Werbung für diesen Prozess wieder eine eigene künstlerische Strategie sein und beruht auf der möglichst weiten Streuung der Einzelzahlen.

countune ist eine Wortkombination der beiden Worte to count (zählen) und to tune (einschwingen), bedeutet so die Verschmelzung einer horizontalen und vertikalen Bewegung, etwa vergleichbar der Melodie eines Liedes. Diese Bewegung geht aus der ständigen Wiederholung einer Einheit hervor: im Prinzip ein Zahlenstrahl, mit einer dazu senkrechten Schwingung, vergleichbar einem Signal, das von einer Antenne abgestrahlt wird. Die dadurch aufgespannte Fläche erhält durch die eigenwillige Verteilung der Primzahlen eine Strukturierung.   

                                       Info im Internet:   www.countune.com

© Gerd Jansen